Motivationsschreiben Muster

Junge Frau mit Motivationsschreiben und Bewerbungsmappe

Motivationsschreiben – was ist das?

In Deutschland gilt das sogenannte Motivationsschreiben als eine Art “großer Bruder” des Bewerbungsanschreibens. Inhaltlich sind Bewerber aufgefordert sich intensiver mit verschiedenen Themen auseinander zu setzen, als es in einem normalen Anschreiben der Fall ist. Ziel ist es die eigene Motivation zu erforschen, zu begründen und schriftlich zu formulieren. Daher auch der Name, der sich nicht darauf bezieht die Motivation des Gegenüber zu heben. Eingesetzt wird es an diversen Stellen.

Jeder Bewerber hat grundlegend die Möglichkeit eine solches Schreiben seiner Bewerbung beizufügen. Man spricht hier auf von der dritten Seite. Gefordert wird es in aller Regel bei der Bewerbung um einen Master-, teilweise auch bei der Bewerbung zu einem Bachelor Studiengang. Zudem wird ein Motivationsschreiben schon länger bei der Bewerbung um Stipendien verlangt. Wir bieten Inspiration, Anregungen, Ideen und Tipps für Ihre eigenen Schreiben in Form von Mustern, Vorlagen und Beispielen.

Motivationsschreiben Muster herunterladen

Wir bieten kostenlose Motivationsschreiben Muster zum Download an. Die folgenden Links führen zum Download. Es stehen unterschiedliche Dateiformate bereit:

Hinweise zur Haftung: Wir übernehmen keine Haftung für angebotene Dokumente. Die Verwendung erfolgt vollständig auf eigene Gefahr. Wir bitten dafür um Verständnis, dass nur so dieses Angebot möglich ist. Siehe auch die Erläuterungen auf unserer Startseite.

Kostenlose Muster verwenden?

Hierbei sollte Ihnen allerdings bewusst sein, dass jedes Motivationsschreiben ein Unikat ist und nur wirklich seine Wirkung entfaltet, wenn Sie es genau auf die individuelle Situation, Ihre eigenen Hintergründe sowie den Empfänger zuschneiden. Wir empfehlen die angebotenen Schreiben als Inspiration zu lesen. Suchen Sie auch weitere Vorlagen! Sie können unsere Muster natürlich vollständig übernehmen, werden damit jedoch vermutlich nur bedingte Erfolge erzielen. In Ihrem Interesse sollten Sie unsere Motivationsschreiben so verstehen wie sie auch gemeint sind, als Beispiel für eigene Schreiben.

Die Formulierungen, das Layout, die Formatierung und die grundlegende Basis des Schreibens sind natürlich ein wunderbarer Ausgangspunkt. Wir freuen uns wenn wir Ihnen eine Grundlage zur Verfügung stellen können, auf der Sie weiterarbeiten können. Damit jeder unserer Besucher, unabhängig von der eingesetzten Plattform und Software, in den ungehinderten Genuss einer Vorlage kommt, bieten wir gleich mehrere Dateien zum Download an. Für jedes gängige Office System steht ein eigenes Motivationsschreiben zur Verfügung.

Inhalte im Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben beleuchtet die Hintergründe und die Motivation des Bewerbers. Dabei stehen verschiedene Fragen im Vordergrund. Der Leser sollte sich diese beantworten können. Zum Beispiel ist ganz wichtig herauszuarbeiten, warum der Bewerber in der angestrebten Position arbeiten möchte oder weshalb der gewünschte Studiengang gewählt wurde. So kann der Empfänger zum einen das Bewerberfeld sortieren und mit ein wenig Übung zwischen extrinsisch- und intrinsisch motivierten Bewerbern filtern. Zudem zeichnet das Schreiben ein deutlicheres Bild vom Bewerber.

Ebenso wichtig wie die eigene Motivation für den Beruf, den Studiengang und die Fachrichtung ist auch, weshalb es unbedingt genau jenes Unternehmen oder die spezifische Universität sein soll. Versuchen Sie klar zu machen, dass sich der Empfänger nicht einfach austauschen lässt. So könnte zum Beispiel der gute Ruf der Fachabteilung der Universität ein Grund sein, ein ganz besonderes Professor mit einem guten Ruf, der gute Ruf der Universität allgemein und ähnliches.

Wie sollte ein Motivationsschreiben aussehen?

Hochschulen machen sehr häufig detaillierte Angaben zu Länge und Inhalt des Motivationsschreibens. Daran sollte man sich auch in jedem Fall halten. Alle weiteren Formalitäten und Angaben gelten nur, wenn die Hochschulen selbst nichts Konkretes zu den Themen sagen.

Während bei “normalen” Bewerbungen einige Bewerber das Motivationsschreiben unaufgefordert beilegen, ist es bei Bewerbungen um Studienplätze an vielen Hochschulen Pflicht. Wenn die Uni keine anderen Vorgaben macht, besteht die schriftliche Bewerbung aus einem Anschreiben und/oder einem Motivationsschreiben, dem Abiturzeugnis in beglaubigter Kopie, einem Lebenslauf sowie sonstigen Bescheinigungen, die für das Fach relevant sind (z. B. Praktikumszeugnisse).

Das Motivationsschreiben sollte länger sein als eine typische Bewerbung, aber nicht länger sein als 2,5 Seiten. Wenn die Uni keine genaueren Vorgaben macht, sind 500 Wörter ein guter Richtwert. Etwas mehr ist zwar akzeptabel, aber es sollte 750 Wörter nicht übersteigen. Man darf hierbei nicht vergessen, dass die Prüfer oft fast hunderte von Bewerbungen lesen, und dass das übertrieben viele Schreiben negativ auffallen kann.

Das Motivationsschreiben sollte keine Rechtschreibfehler enthalten. Das klingt zwar offensichtlich, ist es aber nicht. Leider enthält fast jede vierte Masterbewerbung so viele Rechtschreibfehler, dass sie von der Prüfungskommission gleich aussortiert werden. Gerade im akademischen Bereich werden Rechtschreib- und Kommafehler als Zeichen von Respektlosigkeit und mangelnden intellektuellen Fähigkeiten gesehen.

Man sollte im Motivationsschreiben auch erklären, warum man genau dieses Fach studieren möchte und warum man für das Studium besonders geeignet ist. Eine kleine – begründete! – Lobhudelei auf die jeweilige Hochschule kann in einem solchen Schreiben übrigens nicht schaden.

Die Vorbereitung des Motivationsschreibens

Um ein perfektes Motivationsschreiben für eine Bewerbung zu schreiben, ist es besonders wichtig sich vorher über das Unternehmen und deren Aufgaben zu informieren.

Folgende Punkte sollte man sich genauer anschauen oder sich damit beschäftigen:

1.) Ist man der Richtige?
Man sollte sich vorher ausführlich mit diesem Gedanken beschäftigen, da man sein restliches Leben dann erst mal darauf aufbaut und seinen Werdegang bestimmt.

2.) Informationen über das Unternehmen/ die Universität
Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich über das Unternehmen zu erkundigen.
Wenn man was gefunden hat, wie Gemeinsamkeiten, kann man sich diese notieren und in das Motivationsschreiben einer Bewerbung einbauen.

3.) Über Tätigkeiten informieren
Ein Unternehmen hat verschiedene Aufgabenbereiche und Tätigkeitsmöglichkeiten. In dem Motivationsschreiben einer Bewerbung macht es sich immer sehr gut, wenn man dort schon angibt für welche Tätigkeiten man sich interessiert.

4.) Informationen über den Empfänger
Oft kann man im Voraus schon Informationen sammeln über den persönlichen Empfänger. Durch den Namen der Person, hat man die Möglichkeit den Empfänger persönlich anzusprechen.

5.) Überprüfen ob es Informationen über sich selber im Internet gibt.
Berücksichtigen sollte man das die Bewerber auch gegoogelt werden können. Am besten selbst mal googeln und öffentliche Profile auf privat setzen.

Aufbau der Motivationsschreiben einer Bewerbung

Einleitung, erster Absatz
Worauf bewerbe ich mich und wer bin ich! Wie man sehen kann wurde nur kurz und knapp was über den Bewerber gesagt wer er ist und dann kommt der Punkt was man genau machen möchte und welchen Abschluss man wo gemacht hat. Noten und dergleichen gehören dort nicht rein. Bitte die genauen Bezeichnungen rein schreiben.

Worauf bewerbe ich mich, zweiter Absatz
Hierher gehört die Schilderung wieso man diese Stelle unbedingt haben möchte. Je fachkundiger und direkter man es formulieren kann, desto besser die Chancen. Aber niemals Sätze kopieren aus Informationen die das Unternehmen selber anbietet!

Wieso man der richtige ist, dritter Absatz
Hier sollte man hervorheben wieso man der richtige für die Stelle ist und was man später machen möchte. Auch erwähnen sollten Sie, dass Sie die ausgeschriebene Stelle als die Beste dafür ansehen um sich in dem gewünschten Fachbereich fortzubilden oder ausbilden zu lassen.

Sich hervorheben, letzter Absatz
Dieser sollte dazu dienen um sich individuell hervorzuheben z.B. durch vorhandene Vorbildungen. Sie sollten hier noch erwähnen, dass Sie genau der Richtige für diese Stelle sind.

Alles überprüft? Dann kann das Motivationsschreiben inklusive Bewerbung verschickt werden. Beim E-Mail-Versand sollten Sie darauf achten, dass sie eine vernünftige E-Mail-Adresse haben.

Wie sollte das Motivationsschreiben gegliedert sein?

Das Motivationsschreiben besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss.
Bevor man anfängt zu schreiben, sollte man sich bewusst machen:

  • den Grund, aus dem man das Studium anstrebt,
  • warum man selbst besonders geeignet und motiviert ist, dieses Studium durchzuführen,
  • inwiefern die Zielhochschule und der Studiengang von den Leistung profitieren können.

In der Einleitung sollte man die ein, zwei besten Argumente voranstellen. So macht man sofort klar, was man will und wer man ist.

Man sollte sich folgende Fragen stellen:

  • was qualifiziert einen für den Master?
  • warum passt man in das Programm?
  • was motiviert einen?

Das zu formulieren, ist gar nicht einfach. Die beste Strategie ist es, den Einstieg erst am Ende zu schreiben, denn dann ist man sich in seinen Argumenten sicherer. Der Hauptteil nimmt den größten Teil des Textes ein. Hier beschreibt man in der Regel folgende Dinge:

  • den Grund für die Wahl des Studiengangs (oder im Fall von Abiturienten der Schwerpunktfächer)
  • die akademischen Schwerpunkte während des Bachelors sowie das Bachelorarbeitsthemas
  • eine gute Begründung, warum man den Studiengang studieren möchte
  • die beruflichen Ziele

Wichtig ist es dabei, stets das Zielstudium im Auge zu behalten. Also nur relevante Fakten nennen und mit dem Master in Verbindung bringen. Hochschulen möchten Studierende, die motiviert sind und intelligent argumentieren können. In einem Motivationsschreiben muss man daher zeigen, dass man sich mit dem angestrebten Studium auseinander gesetzt hat. Informiert man sich im Vorfeld über die Studienschwerpunkte, die Professoren, die Zusammensetzung der Studierenden, die internationalen Kooperationen, das Standing in den wichtigen Rankings, ist man auf der sicheren Seite. Aus all diesen Dingen können sich gute Argumente ergeben. Anders als der Beginn geht der Abschluss leichter von der Hand. Im letzten Absatz kann man noch einmal seine Motivation hervorheben. Am Ende bleibt eine Grußformel.